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Foundation

 

890.000 Dollar für Interface-Verbesserung

Eine gute Woche. Eben die Pressemitteilung der Foundation gelesen: Die Stanton Foundation, benannt nach dem CBS-Chef Fank Stanton, spendet 890.000 US-$ mit dem Zweck, die Benutzeroberfläche von Wikipedia für Neuautoren einfacher/zugänglicher zu machen. Ich bin begeistert - wer nämlich einmal außerhalb unseres sehr kleinen WP-Universums versucht hat, einem Newbie die Benutzung eines Wikis zu erklären, weiß, daß wir uns das mit dem "Wiki-wiki-ist-alles-doch-ganz-einfach" nur einbilden. Das war vielleicht 2003 mal so, ist jedoch lange Vergangenheit. Die Wikipedia-Oberfläche ist insgesamt unglaublich kompliziert geworden, wir haben uns eben nur daran gewöhnt.

Ideen, wie man sowas machen könnte, gehen mir schon lange durch den Kopf:

  • Usability-Studie eines unabhängigen Instituts/Uni
  • Umfrage in der Community
  • Projektteam bei der Foundation, Besetzung einer Jury mit Fachleuten und gewählten Community-Mitgliedern
  • Beschreibung der Anforderungen
  • Internationale Ausschreibung, z.B. an entsprechenden Hochschulen
  • ... usw.

Denn: es geht ja nicht nur ums Finden von Lösungen, sondern auch um die Akzeptanz unter den „Alt“-Benutzern, die jede noch so geringe Veränderung an „ihrem“ Interface seitenweise diskutieren müssen...

(elya)

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Foundation startet großangelegte Wikipedia-Umfrage

Erik Möller lädt heute alle Wikipedia-Leser und -Aktive zur Teilnahme an einer international und multilingual ausgelegten Umfrage der Wikimedia Foundation ein, die in den nächsten Tagen auch in der deutschsprachigen Wikipedia (via Sitenotice) verfügbar sein soll. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit einem bei der Universität der UNO angesiedelten Forschungszentrum entwickelt und läuft schon in Tamil, Holländisch und Vietnamesisch mit einer ordentlichen Rücklaufquote.

Wenn ich mich recht entsinne, war die letzte "offizielle" Umfrage etwa anno 2005 - seither hat sich mit Sicherheit sehr viel verändert, wir wüßten nur gerne - was genau? In Gesprächen sagt es sich so leicht "wenig Frauen" - "viele junge Männer" - "merkt man an den unterbesetzten Themen" - aber ist das wirklich so?

Ich würde mich freuen, wenn wir anhand von frischen, auf einer breiten Stichprobe beruhenden Zahlen mal endlich Fragen beantworten könnten wie Frauenanteil, Altersstruktur, Motivation und Menge der Mitarbeit... Danach kann sowohl Community als auch Foundation oder die nationalen Chapter ihre Aktivitäten viel gezielter nach einem konkreten Bedarf planen. 

Bin mal gespannt!

(elya)

P.S.: Die Forschungsergebnisse werden unter Creative Commons Attribution/Share-Alike stehen und sogar die (anonymisierten) Daten sollen unter CC-BY veröffentlicht werden.

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Jay Walsh und Florence über Kommunikation

"Telling the Wikipedia story" ist der Titel des Talks von Jay Walsh,
Kommunikationschef der Foundation. Er plaudert über seinen Job und die
Herausforderungen in der externen oder internen (zur Community)
Kommunikation. Schon zum zweiten Mal wird der Blog-Planet
(http://en.planet.wikimedia.org/) als Super-Werkzeug zur Information
erwähnt (vorher schon von Florence Devouard). Kul, der neue Chef für
Business Development, ist übrigens auch im Raum; er erklärt auf
Nachfrage, welche Möglichkeiten der (nicht nur finanzieller) Förderung
von "draußen" außerhalb von Fundraising geben kann. Im Publikum
versteht man vereinzelt nicht so ganz, warum keine Werbung auf WP
geschaltet werden kann. Er kündigt für die nächsten Monate ein paar
neue Projekte an. ("not all businesses are evil")

Während Kul also fürs Geschäft zuständig ist, muß Jay erklären, was
wir machen, und warum wir bestimmte Sachen nicht machen.

Er erzählt von Brion, als der in den ganz frühen Tagen noch als
Ehrenamtlicher die ersten Server ans Laufen brachte, und sie am Laufen
hielt. Wichtige Frage, wie man bezahlten und unbezahlten Einsatz unter
einen Hut bringt - viel mehr Leute als die 15 festangestellten Köpfe
der WMF machen die Arbeit der Foundation aus.

Im Prinzip wird aber hier, ebenso wie in Florences Talk klar, daß die
WMF ebenso damit kämpft, die Kommunikation mit der Community zu
verbessern, wie "der Verein" in Deutschland. Eine Lösung hat niemand,
aber strampeln tun wir alle.... ("bringing people together moreoften"
- elya nickt mit heftig dem Kopf). Oder ist es vielleicht zuviel
Information auf zuvielen Kanälen? Florence hat 42 Mailinglisten
abonniert. Starker Beifall bei dem Vorschlag, die Mailinglisten massiv
zu reduzieren.

Noch eine Minute, und es geht schon zur Abschlußveranstaltung, und
heute abend gibt es eine Party der Volunteers, also raus aus der
Bibliotek.

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