Dann schreib's doch einfach dazu, wo's hingehört. Jeder darf hier etwas ergänzen.
Schau ich doch grade auf den Kalender, und ich erinnere mich an den August 2003. Ich war noch nicht so lange in Köln, und es war dieser brüllend heiße Sommer, die älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch... Ich surfte entspannt durchs Web und suchte wohl irgendwas zu John Irving. Was ich fand, war dann diese komische Website, wo es hieß „jeder darf hier mitschreiben“. Nee, sowas kenn ich – das schreiben sie, und dann sind sie doch ein eingeschworenes Grüppchen und wollen unter sich bleiben. Erst mal schauen. Wirklich ein Edit-Button? Hm. Ich melde mich mal an, der olle vierbuchstabige Nick wird's auch hier tun.
Was steht denn da so im Handbuch? Oh, ein Rechtschreibfehler. Und dann ist da dieser Bearbeiten-Knopf. Naja, hier kann ich ja nicht viel falsch machen, also einfach mal probieren:

OK, das hat tatsächlich geklappt. Wo wollten wir nochmal hin? Achja, John Irving. Da steht dann leider nicht so viel, wie ich mir als eingefleischter Irving-Fan gewünscht hätte, und ich belasse es bei ein paar Korrekturen und einem Diskussionsbeitrag. Nein, entgegen Julianas Theorie der ersten Edits galt der nächste nicht meine Heimatstadt, aber es zog mich zu meiner Passion, der Ukrainischen Sprache. Der Artikel war nun wirklich noch ziemlich mager, und das Thema ist nicht so trivial, daß man einfach loslegt. Also, erst mal auf der Diskussionsseite etwas anmerken. Und dann passierte dies:

Tja, und das habe ich dann in den nächsten Tagen gemacht, und der Rest ist Geschichte.
Ich brauche wohl nicht betonen, daß mich dieser Einstieg geprägt hat: ich wurde schlicht unkompliziert und freundlich in die Community aufgenommen und konnte problemlos loslegen (und weitermachen). Gut, ich hab vorher einen Blick ins Handbuch geworfen, das damals nicht mehr als ein paar Bildschirmseiten hatte.
Was ist denn nach den 6 Jahren Wikipedia, in denen ich zur Kölner Stammtischmutti wurde, die Kölner Sakral-Kunstgeschichte für mich entdeckt habe, mehr Bibliotheken von innen gesehen habe als jemals in meinem abgebrochenen Studium, und schließich auch meine RL-Liebe fand, noch offen?
- Tilman Berger endlich mal treffen, der mir mit seiner sachlichen Freundlichkeit meinen Akademikerkomplex abgewöhnt hat (realistisches Ziel)
- Endlich den Kölner Dom exzellent schreiben (wird wahrscheinlich doch bis zur Rente dauern)
- Wieder zurückfinden zu der unkomplizierten, freundlichen Art, Newbies in die Community aufzunehmen (vermutlich illusorisches Ziel, aber weil keiner von Muttis Blogbeiträgen ohne Moral ist ...)
(elya)